Last Update 21.04.2011, 8:00 am ______________________________________________________________________________________________________________________________________
Sydney (16.04.2011 - 20.04.2011)
Tag 1, 16.04.2011 Sydney
Regen.
Natürlich hat sich das Wetter nicht verbessert. Es regnet in Strömen. Zu mindestens hatte ich gestern beim Einchecken den richtigen Riecher. Hatte zwischen 4-10 Bett Dom wählen können. Hatte das 4 Bett Dom gewählt und hatte heute Nacht das Zimmer für mich alleine. Zwei Zimmer weiter ist ein 10 Bett Dom. Im Fahrstuhl waren mir die Jugentlichen Partymacher bereits mit Paletten von Bier entgegen gekommen. So wurde in diesem Zimmer auch heute Nacht gefeiert. Laute Musik, Flaschen klirren und zum Schluss auch noch verbale Auseinandersetzungen. Wahrscheinlich hätte ich in diesem Zimmer durchgedreht. Da es heute Morgen eh noch regnete, hatte ich mich noch mal umgedreht und ein wenig länger geschlafen. Das „Wake Up“, ein sehr moderner Backpacker, direkt am Bahnhof hat auch ein Bistro. Die bieten bereits den frischen Obstsalat mit Quark fertig an. Dazu einen Kaffee und mein Buch. So hatte ich gefühlt den halben Morgen erst mal rum gebracht.
In einer Regenpause wagte ich mich dann doch mal nach draußen. Bei Sau-Wetter ist einfach jede Stadt scheiße. Daher entschied ich mich spontan für Shopping und schob meine Pläne, das Opernhaus zu besichtigen und an Strand zu liegen erst mal auf den nächsten Tag. Sydney hat so einiges an Einkaufsmeile zu bieten. Die Georg Street mit ihren Nebenstraßen ist bestens geeignet viel Geld los zu werden. Nach dem ich auch noch einen Diesel Store gefunden hatte, glühte meine Kreditkarte. Aber es war notwendig. Eine lange Hose und eine Jacke. Jacken kann man immer brauchen. So jetzt ist mir zum ersten Mal warm. Ich hoffe ich komme mit dem ganzen Zeug nicht über mein Gesamtgewicht beim Einchecken am Flugplatz :-). Wenn der Regen zu heftig wurde, hatte ich mich in dieser Zeit in ein Café oder in Mc Donalds verzogen. Koffeinhaushalt ist heute mehr als gestillt. Im asiatischen Viertel hatte ich zu Mittag gegessen. Nach ca. 4 Stunden hatte ich dann die Nase voll von Laden rein und raus rennen und hab mich in den Tower von Sydney verzogen. Da hatte ich zu mindestens mal einen guten Ausblick über die Stadt. Ich konnte zu mindestens mal zuordnen, wo sich der Hafen befindet, das Opernhaus steht und in welchen Richtung sich der Bondi Beach, Marlys Beach und Roise Beach liegt. Gegen fünf war ich wieder im backpacker zurück. Die restlichen Betten waren belegt und ich hoffte, dass es eine ruhige Nacht wird. Ich war so müde vom vielen Shoppen, so dass ich mir erst mal 2 Stunden meinen Schönheitsschlaf gönnte. Frisch geduscht und in neuen Klamotten hatte ich mich in das Nachtleben von Sydney gestürzt. An jedem Eck gibt es Restaurants und Bars. Die Restaurants sind alle voll. Meistens sind es asiatische Restaurants. Mir kommt es eh vor, als würden die Asiaten, Sydney übernehmen wollen. Das Stadtbild ist überzogen mit dem asiatischen Flair, Kitsch, Restaurants und mit den Asiaten selbst. In Honkong können nicht mehr Asiaten leben…
Da ich bereits gegessen hatte, der Abend noch jung war, bin ich ins Kino gegangen. Limitless, das war ein Film, den sollte man sich anschauen. Der Film war spitze, alleine ins Kino zu gehen nicht. Das ist nichts für mich. Da war mir das Singeldasein zum ersten Mal bewusst. Ich will das Popkorn und die Cola teilen, und wenns spannend wird mich auch mal ganz fest am Arm meiner Partnerin festklammern. Überhaupt, so eine Stadtbesichtigung, macht zu zweit mehr Spaß. Die nächste Stadt werde ich auch wieder zu zweit besichtigen, da bin ich mir sicher….-). Um kurz vor 12 war ich wieder aus dem Kino draußen und hab mich in die nächste Kneipe, aus der gute laute Musik dröhnte, reingeschält. Im dritten Stock war eine Live Band. Guter alter Hardrock gemischt mit Neuerem von Pink und anderen bekannten Gruppen. Nach ein paar Bier hatte ich dann die richtige Bettschwere.
Morgen soll das Wetter ein wenig besser werden. Es soll nicht regen. Das wäre schon mal etwas. Da erst zu Montag wieder heiß angesagt ist, werde ich mir Morgen eine Sightseeing Tour mit dem Bus gönnen. Einfach mal die Stadt kennen lernen.
 | |  | |  | | 
|
Klein Asien | | Jahundertflut in Sydney | | Sydney von oben ... | | Hyde Park |
 | |  | |  | |  |
mein Rückzugsort.... | | noch mehr Sydney | | erster Blick auf das Opernhaus | | Alt und Neu im Stadtbild vereint |
Tag 2, 17.04.2011 Sydney
Sightseeing.
Wie vorhergesagt, es regnete nicht. Das Traumwetter war es aber auch nicht. Gegen zehn Uhr, nach dem ich im Bistro mein Obstsalat mit Joghurt und Müsli, Kaffee long Black und ein Croissant genossen hatte, ging ich zur Busstation. Eigentlich hasse ich die Touriprogramme. Aber wenn man mal eine Stadt grob erkunden möchte, bin ich ein Freund davon eine Sightseeing Tour per Bus zu machen. Meine Gäste in Hamburg, die mich zum ersten Mal besuchen, stecke ich meistens auch in so einen Bus. Für 35 NZ$ hatte ich die City Tour und die Bondi Tour gebucht. Mit der City Tour war ich gestartet. Der Vorteil an diesen Touren ist, man kann bei den Highlights aussteigen, diese ansehen und nach 15 Minuten in den nächsten Buis wieder einsteigen. Beim Fischmarkt war ich zum ersten Mal ausgestiegen. Muss ich doch als Hamburger mal begutachten, was die Sydneyaner so drauf haben. Der Guide hatte etwas von neunt größter Fischmarkt der Welt erzählt. Mhhh.. kann ich jetzt so nicht beurteilen. Kenne eigentlich nur den von Hamburg und auch noch Venedig. Gut es gab Fisch…reichlich… und Obst.. aber sonst kein SchnickSchnack. Eine Fischhalle mit Livemusik hatte ich auch vermisst. Ne, der kommt an unseren Fischmarkt nicht ran.. also wieder in Bus und weiter. Es ist ganz schön kalt da oben im Bus ohne Dach.
Nach der City Tour setzte ich mich gleich auf die Bondi Tour. Ich wollte unbedingt heute noch einen der schönen Strände, von denen alle erzählen, sehen. Nach ca. 30 Minuten war ich dann auch am Bondi Beach angelangt. Hervorragend.. ein Beach wie man ihn zeichnen würde. Er liegt in einer Bucht und ist mit südländisch wirkenden Häuserfront auf beiden Seiten begrenzt. Die Bucht war gut zu überblicken. Leider war der Wind so kalt, dass es sehr unangenehm war im Sand zu liegen. Ich suchte mir einen windgeschützten Platz in einem Café. So konnte ich mein Buch fast fertig lesen. Noch wenige Seiten und ich bin durch. Da das Café aber nicht ein würdiger Ort war, solch ein Buch fertig zu lesen, machte ich mich wieder auf den Weg zur Bushaltestelle. Vorbei an weiteren Beaches bin ich endlich, und komplett durchgefroren, wieder am Hauptbahnhof angekommen. Ich wollte nur noch eine warme Dusche, die ich mir auch gleich gönnte. Man war mir kalt. Nach zwei Stunden, frisch geduscht und ein wenig die Augen angelehnt, machte ich mich auf ins Nachtleben. Es war Sonntagabend. Da steppt auch in Sydney nicht unbedingt der Bär. Im April ist Mary Popins als Musical in Central Theater angelaufen. Leider hatte das Stück bereits gegen 18:30 begonnen und am Montag und Dienstag ist Ruhepause. Mittwoch muss ich bereits wieder in Flieger. Schade. Hätte aber auch mal Spaß gemacht. In einem gemütlichen chinesischen Restaurant hatte ich zu Abend gegessen und mein Buch fertig gelesen… puhhh.. ich kann es nur empfehlen…das Buch. Einen Absacker in einer Bar und ab zurück in Backpacker. Im Kellergewölbe befindet sich eine Bar mit einer Disco. Da ich laute Musik hörte machte ich mich auf den Weg nach unten. Dürfen den die schon Bier trinken, dachte ich als ich die letzte Stufe nach unten hinter mich brachte. War ich auch mal so? mhh.. ein Bier gönnte ich mir.. es war nicht auszuhalten… dieses 18 jährige rumgebalze.. man, geht mir auf den Sack. Ich musste noch mal los. Da es bereits gegen 12 Uhr war, hatte ich nicht wirklich eine Chance noch eine Kneipe mit anständigem Puplikum zu finden. In der Lounge des Backpackers lief ein Film mit De Caprio. Den hab ich mir noch reingezogen und bin dann ins Bett. Morgen muss ich hier weg..
 | |  | |  | |  |
Mein backpacker im Hintergrund | | Fischmarkt in Sydney (neunt größter auf der Welt) | | Operhaus | | Opernhaus |
 | |  | |  | |  |
... da will ich hoch ... | | ... genau so .... | | Erster Blick auf Bondi Beach | | Surfer am Bondi Beach |
 |
Bild des Tages: ... so kann man wohnen ...
|
Tag 3, 18.04.2011 Sydney
@ meine allerliebste Schwägerin: Alles Gute zu Deinem Geburtstag. Da ich weiß, dass du besser singen kannst als ich, singe ich Dir hier kein Geburtstagsständchen. Genieße Dein Tag und bleib einfach so wie Du bist. Ich freue mich Dich nächste Woche wieder zu sehen.
Surfer Beach.
Heute Morgen traf ich mal wieder die richtige Entscheidung. Ich packte meine sieben Sachen und fuhr mit dem Bus Richtung Opernhaus zur Fähre nach Manly. Das Ticket der Sightseeing Tour war noch bis 11 Uhr gültig. Gestern noch war meine Überlegung einfach mal fünf Nächte in einem Backpacker zu bleiben und nur Tagestouren zu unternehmen, da gestern Abend mich das Jung Volk an der Bar so ankotzte musste ich weg, egal wohin nur weg. Das Wetter war einladend und Sydney zeigte sich von seiner schönsten Seite. Bei Sonnenschein ist Sydney eine richtig schöne Stadt. Ich kenne nur eine Stadt die auch bei Regen ihre Reize hat… Hamburg…:-). Irgendwann, nach einer weiteren Stadtbesichtigung, war ich auch mal unten am Hafen angekommen. Mit einem uralten Dampfer, zum Glück ist der nicht unter gegangen, setzte ich nach Manly über. Wie soll ich das beschreiben. Keine Hochhäuser alles zuckersüß und einen geilen Strand. Der Wind war ein bisschen kühl aber sonst Kaiser Wetter.
In Manly suchte ich mir einen Backpacker. Im Informations-Office wurde mir ein Backpacker für Surfer empfohlen. Warum nicht, dachte ich und hatte mich da gleich mal eingebucht. Ein Sechser Dom war meine erste Wahl. Als ich ins Zimmer kam, fehlten mir die Worte. Als hätte eine vierköpfige Familie eine Woche ihre Dreckwäsche gesammelt und alles im Zimmer verteilt. Die Betten abgehängt mit nassen Handtüchern und Essens Reste von mindestens einem Monat auf dem Boden verteilt. Den restlichen Müll hatte ich gar nicht mehr aufnehmen können. Der bissig, muffige Geruch nach nassen Sachen, altem Essen und einfach nur Schweißfüße prägte diesen Raum. Nein, das muss ich mir nicht antun! Direkt an die Rezeption zurück. Ich weiß nicht wer sich mehr entschuldigt hat, die süße Kleine hinterm Dresen oder ich. Zweiter Versuch. Sie gab mir ein anderes Zimmer nachdem ich ihr erklärte das da oben bestimmt eine Bombe eingeschlagen hat… ein Stinkbombe…. Es war aufgeräumter… naja es lag nicht gleich die gebauchte Unterhose mitten im Raum. Der Geruch war unmerklich besser. Ne.. auch das nicht.. man, langsam wird’s peinlich. Ich fragte nach einem Einzelzimmer… Mhh… natürlich musste ich da ein wenig.. ein bisschen mehr drauf zahlen.. aber es sind meine zwei letzten Nächte und bisher hatte ich mir keine Krankheiten an Land gezogen. Ein Doppeltbett, ein Baumwolle Handtuch, Fernsehen und einen Balkon…was für ein Luxus. Am liebsten hätte ich mich erst mal aufs Bett geschmissen, was ich dann auch tat, und mal richtig geschlafen. Das Wetter war aber zu schön. Daher sprang ich direkt in mein Strand Outfit, beim Shopping am Samstag waren auch noch zwei kurze Shorts in die Tüte gewandert.
Dieser Manly Beach, mal wieder unbeschreiblich (siehe Fotos). Ich musste sofort an unsere Anja denke. @Anja Sorry… aber hier wimmelt es von Surfern im Wasser und am Strand… und die Surferinnen würde ich auch nicht von der Bettkante schmeißen :-). Aber was erzähl ich Dir das, du bist wahrscheinlich jedes Jahr hier. So ging ich erst mal ein paar hundert Meter am Strand entlang bis ich endlich ein nettes Plätzchen für meinen Mittagsschlaf erhascht hatte. Guter Ausblick und nicht nur auf die Surfer…-). Wie soll man da schlafen können… man man man… In der Sonne war es warm, aber wenn sich ein Wolke vor die Sonne zog, spürte man den kalten Wind. Nach einer Weile war der Wind auch ein wenig unangenehm und es spaßte nicht mehr sich im Sand rum zu alen… Erst mal zurück ins Zimmer. Oh man.. die Sonne strahlt direkt auf mein Bett.. oh wie geil. Balkontüre aufgerissen und ohne Wind in der Sonne auf einer großen, gutrichenden Matratze in der Sonne zu flezen… Von den nächsten zwei Stunden hatte ich nicht viel mitbekommen. Die Sonne ging langsam unter. Gegen 17:30 Uhr hatte ich mich in meine Joggingsachen geschält und bin eine Runde am Strand joggen gegangen. Die Sonne ging gerade unter. So ziemlich alle Surfer dieser Erde versammelten sich in den brausenden Wellen. Am Ende des Strands angekommen, ragte ein betonierter Steg mit einem Schwimmbecken auf der linken Seite ins Meer. Die Wellen schlugen mit voller Wucht in der Front des Steges auf und spritzen bis zu 10 Meter in die Höhe. Ein Naturschauspiel das seines Gleichen sucht. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei. Den brauchte ich aber. Noch mal Pink Floyd auf meinem I-Pod aufgedreht und schnell den Fotoapparat geholt.
Die Sonne war bereits unter gegangen. Der Mond übernahm mittlerweile die Lichtsteuerung auf dem Meer. Ich konnte so geile Fotos schießen. Surfer auf der Welle und die im Hintergrund der Mond…. man das ist mal wieder postkartenreif. Gut durchgeschwitzt nach rund 5 km joggen und mehreren Fotos musste ich unter die Dusche um mich für den Abend vorzubereiten. Montagabend ist Happy Hour im Seaside Food. Da war die Hölle los. Ein Chicken Caesar Saled und ein paar Bier war mein Abendessen.
Morgen steht alles im Zeichen des Koru. Neuanfang, Body and Mind, Cycling Tour NZ. All das wird mein weiteres Leben prägen… Mal sehen was der Tag so bringt…
 | |  | |  | |  |
was so alles in Sydney rumläuft .... | | Opernhaus in seiner vollen Bracht | | Blick von der Fähre | | So schön kann Sydney bei schönen Wetter sein
|
 | |  | |  | |  |
Manly Beach | | ... der kanns ... | | ... ein unglaubliches Farbenspiel ... | | Meer, Mond und Surfer |
 |
Bild des Tages: "Paradies"
|
Tag 4, 19.04.2011 Sydney (Manly Beach)
Koru.
Ohhh..war das mal wieder schön, in einem großen Bett ohne nächtliche Ruhestörung von anderen Bettnachbarn zu ertragen. Gestern Abend spielte ein Solosänger in der Kneipe gegenüber. Eigentlich lag ich bereits auf dem Bett und wollte noch ein wenig lesen. Da die Mugge richtig gut war, hatte ich mich noch mal bequemt meine Sachen anzuziehen und in die Kneipe über der Straße noch ein paar Bier zu trinken. Der hatte es richtig drauf und das Publikum kreischte… gegen ein Uhr musste er aufhören und ich merkte das Bier. Diese Nacht hatte ich gut geschlafen… Am Morgen machte ich mich auf zu einem weiteren Strand. „Dee Why“ ist mit dem Bus ca. 15 Minuten zu erreichen. Dort verbrachte in den Tag und genoss u.a. die Sonne. Am Abend hatte ich mir beim Italiener am Strand bei Sonnenuntergang eine feine Pasta gegönnt. So kann man es aushalten… Es ist mein letzter Abend. Um die Ecke ging ich noch ein Bier trinken und ließ den Abend im Geinschafts-TV Raum ausklingen… Morgen geht’s ab nach Sydney.. mal sehen ob ich über die Bridge laufen kann…
 | |  | | 
| |  |
Strand von Dee Why | | noch mehr Strand von Dee Why | | Neustart (Koru), Body and Mind, Reise NZ | | wo gibt`s den eigentlich nicht ?
|
Tag 5, 20.04.2011 Sydney
Mein letzter Tag.
Irgendwie hatte ich heute Nacht schlecht geschlafen. Wahrscheinlich weil ich wusste, dass es meine letzte Nacht in der Ferne war. Die Nächste werde ich im Flieger sitzen und die darauf, werde ich mit meinen Freunden in Hamburg einen drauf machen. Anja hat bereits für die passende Location gesorgt… Danke Anja... Ich hatte das Auschecken bis 11 Uhr hinausgezögert. Hatte mich beim Frühstück noch lange mit einer Musiklehrern aus Düsseldorf unterhalten… naja die hat Zeit.. ein Jahr nimmt sie sich… das muss ich das nächste Mal,glaube ich, auch machen…:-). Da mir der Abschied von Manly wirklich schwer gefallen ist, hab ich mich noch mal bis 12 Uhr mit einem Kaffee an Strand gesetzt und die Surfer beobachtet. Das Wetter sah gewittrig aus. Das machte aber gerade diese Stimmung… konnte noch ein paar nette Bilder schießen. Gegen 12 Uhr machte ich mich auf zur Fähre, die ich auch geradewegs bekommen hatte. Mit dem alten Kahn Richtung Sydney Town. Saß an der Reling und ließ die letzten 70 Tage Revue passieren… Auf der einen Seite habe ich das Gefühl eine Menge erlebt zu haben, auf der anderen Seite kann ich mich schon gar nicht mehr an alles erinnern und es ist alles schon wieder so weit weg….
Vom Opernhaus konnte ich noch ein paar schöne Fotos knipsen, bevor ich von der Fähre schnurr Straks auf die Habour Bridge zufuhr. Ich hatte das Office für das Bridge Climbing kaum gefunden, da die Umgebung von der Polizei wegen einem Einsatz abgesperrt war. Ich hatte gehört, dass man sich für das Climbing vorher anmelden muss. Ich versuchte mein Glück ohne Anmeldung und bin auch sofort in eine Gruppe aufgenommen worden. Dreieinhalb Stunden dauert die Tour. Puh das kann schon fast knapp werden… aber wenn ich schon mal da bin muss ich doch über dieses blöde Metallgestell laufen oder? Das Ankleideprozedere hat schon eine Stunde in Anspruch genommen. Man, das ist für Doofe gemacht.. aber ich hatte ja sonst nichts vor. An einem Übungsgerät haben wir geübt, wie wir angeseilt Treppen rauf und runter gehen… naja… sag ich mal nichts dazu…
Endlich durften wir auf die Brücke. An der Spitze angekommen, konnte ich einen fabelhaften Blick über Sydney genießen. Das Wetter war genau richtig. Nicht zu heiß und es hat auch nicht geregnet. Über Funk hat er uns Geschichten über die Brücke ihre Erbauung, Sydney und sonstiges in der Welt erzählt. Nach 3 Stunden waren wir wieder unten. Da ich am Samstag zuvor ein wenig geschoppt hatte und mir die Tüte gerissen ist, muss ich nun mit einer Aldi Tüte durch Sydney laufen… wie ich das hasse…. Zum Glück kennt mich hier keiner.. aber Aldi gibt’s auch überall..:-.)
Am Terminal für die Fähren, ist auch eine Trainstation. Gleich rein und ab zum Flughafen. Mein Fahrrad hatte ich wieder so in Empfang genommen, wie ich es vor fünf Tagen abgegeben hatte. Alles noch ein wenig umgepackt und eingecheckt. Ich wollte einchecken, aber irgendwie sind da ein paar Kilo mehr auf der Waage als sein dürften. Noch mal umpacken, diesmal mehr ins Handgepäck. Beim Hinflug hatte ich da auch mehr drin, nur es hat keiner gewogen. Egal schlussendlich konnte ich einchecken.
So, jetzt sitze ich hier im MC Donalds am Flughafen in Sydney und stelle die letzten Texte und Bilder dieser Reise ein. Morgen gegen 13 Uhr werde ich in Hamburg landen und mein altes Leben hat mich zurück. Nicht ganz…. Mein Leben wird in Zukunft anders aussehen. Wie genau kann ich gar nicht beschreiben.. ich will es auf mich zukommen lassen. Ich freue mich drauf neu zu starten. Neue Ideen zu entwickeln und mit voller Energie in die Zukunft zu blicken.
 | |  | |  | |  |
letzter Blick auf Manly | | Manly Beach | | Blick auf Sydney | | Didgeridoo am Hafen von Sydney |
 | |  |
Yes, I did it... | | mein letztes Mal Online... |
Ende...
Nachtrag 27.07.2011:
Ziemlich genau drei Monate ist es her, als ich von meiner großen Neuseelandreise zurück gekommen bin. Meine lieben hamburger Freunde hatten mich mit einer Grillparty bei Arne und Simone auf der neuen Terrasse empfangen. Es ist schön wieder zurück zu sein. Ich denke gerne an die Zeit in Neuseeland zurück. Heute hatte ich seit längerer Zeit mal wieder in meiner Hompage gelesen... eine gewisse Sehnsucht nach der Ferne macht sich bei mir breit... es wird nicht die letzte Reise gewesen sein.
Die letzten drei Monate hatte ich damit verbracht, mich wieder in meinem neuen Leben zu recht zu finden. Im Job bin ich wieder angekommen. Mit Maike an meiner Seite ist das Zurechtfinden auch nicht schwer. Wir verbringen jede freie Minute zusammen. Maike: schön das es Dich gibt. Ich freue mich auf unseren ersten Urlaub im September und natürlch auch auf die, die noch kommen werden. Auf die gemeinsame Zeit die wir noch miteinander verbringen werden und alles was die Zukunft für uns vorbereitet hat.
Mitte Mai hatte ich die Idee, einen Triathlon mit zu machen in die Tat umgesetzt. Ich hatte mich für den DextroEnergie Triathlon in Hamburg am 17.7.2011 angemeldet. Ab diesem Zeitpunkt hieß es nur noch trainieren. Schwimmen, Radfahren und Laufen. Das Laufen fällt mir am Schwierigsten... Sechs Mal pro Woche hatte ich eine Einheit trainiert. An den Wochenenden hatte ich Koppeltraining (Radfahren mit anschließendem Joggen). Am 17.7. war es dann soweit... mit einer Zeit von 2:44 bin ich durchs Ziel gelaufen... man war das ein geiles Gefühl. Ich hatte mich auch gleich dran gesetzt meine Zeiten zu analysieren. Schwimmen 26 min für 1,5 Km...=> ist schon recht gut. Radfahren 71 min für 40 Km => da muss noch ein wenig mehr drin sein. Wusste aber nicht, wie viel Druck ich auf die Pedale geben kann um hinterher noch laufen zu können. Gelaufen bin ich die 10 Km in 54 Min => das muss auf unter 50 min gedrückt werden. Die Wechselzonen Zeit kann ich auch noch optimieren. So sollte beim nächsten Hamburg Triathlon eine Zeit unter 2:40 zu schaffen sein. Das nächste Ziel ist die Halbdistanz nächstes Jahr in Zell in Österreich... ich komme meinem Ziel einen Iron Man zu laufen immer ein Stückchen näher.
Ich denke gerne an meine Zeit in Neuseeland zurück. Sie hat mich verändert. Meine Einstellung und Prioritäten zu vielen Dingen haben sich geändert. Es gibt immer einen Weg! Man muss ihn nur suchen.
Mein Motto: Suche nicht nach dem Sinn des Lebens...gib Deinem Leben einen Sinn.
An Alle, die mich auf meiner Reise begleitet haben, habt vielen Dank dass ihr für mich dagewensen seid und auch noch sind. Schön das es euch gibt.....